Der Garuda kommt sowohl im Hinduismus im Bön und im Buddhismus vor. Er wird meist als mystischer Vogel, der Schlangenwesen verschlingt, dargestellt. Als Reittier Vishnus im Hinduismus und als Reittier Amoghashiddhis bekämpft er das Böse. Im Mahabarata steht der Garuda für massive Kraft, Geschwindigkeit und Geschick im Kampf.

 

Im tibetischen Buddhismus ist der Garuda eine bedeutende Schutzgottheit. Er vollzieht seine mystische Geburt als voll entwickeltes Vogelwesen und durchfliegt das Universum mit einem Flügelschlag. Dies entspricht dem spontanen Durchbrechen des eigenen Egos.

Wir orientieren uns an den

Qualtitäten Kraft,

Geschwindigkeit und Technik

des Garudas im Training in

dem wir den Kampf gegen

unsere Schattenseiten,

der Trägheit und Angst

aufnehmen. Die Akademie

soll für unsere Schüler ein

Raum des Schutzes, der Kraft

und Einkehr werden, in dem

man seine körperlichen,

energetischen und geistigen

Fähigkeiten stetig verbessern kann. 

 

Das Aufscheinen des Garudas in mehreren Religionen erinnert uns daran, das Ideen und Kräfte sich in mehreren Traditionen zeigen können. Er inspiriert uns zu einem Fachübergreifenden Gesamtkonzept, welches Kampfkunst, Wettkampf, Yoga und Meditation als Einheit erfahren lässt.

Bodhidarma, ein buddhistischer Mönch, der aus Indien nach China kam um zu predigen, gilt der Legende nach als Urheber des Shaolin Kung Fu.  Er soll im 5. oder 6. Jahrhundert im Shaolin Kloster im Songshang Gebirge gelehrt haben. Er wurde beim ersten Besuch nicht eingelassen und meditierte daraufhin 9 Jahre vor einer Felswand in der Nähe des Klosters. Dort soll er der Sage nach seine Augenlider abgeschnitten haben um nicht einschlafen zu können und aus diesen wuchsen  die ersten Teepflanzen.

Der grüne Tee wird von Mönchen     gerne zum Meditieren getrunken,

da er wach hält. Bodhidarma  wurde dann als Arhat erkannt und             eingelassen. Er brachte den        Mahayana Buddhismus nach China.   Durch den kulturellen Austausch mit alten chinesischen Traditionen         entstand die einzigartige       buddhistische Strömung des Chan. Die Mönche in Shaolin waren Gelehrte, die in schlechter gesundheitlicher Verfassung waren. Bodhidarma  soll die ersten Kung Fu

Übungen für die Mönche des Klosters entwickelt haben, um sie gesundheitlich fit und für die langen Meditationen stark zu machen. Die 18 Arhat Hände und das Yijin Jing sollen auf ihn zurückgehen. Er soll der Legende nach Wissen über die indischen Kampfkünste und auch über das alte Yoga System gehabt haben, welche er dann für das raue Bergklima veränderte.

Aus diesen ursprünglichen Übungen und den Einflüssen der Kampfkünste Chinas hat sich in 1500 Jahre überlieferter Tradition das Shaolin Kung Fu und auch das Wushu der Gegenwart entwickelt. Speziell im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Shaolinmönche durch ihren Einsatz in militärischen Interventionen bekannt. In dieser Zeit wurden auch die Kampfkünste in den Klöstern massiv weiterentwickelt, es wurden von den leitenden Mönchen des Klosters alles was an Wissen über Faustkampf und Waffen wie Stock, Schwert, Säbel usw. verfügbar war zusammengetragen und in ein effektives System eingegliedert. Bis heute ist die Überlieferung und Weiterentwicklung dieser Arbeit ungebrochen.

            

Prinzipiell unterscheidet man auch zwischen Nord und Süd Shaolin Kung Fu, welche in der Herangehensweise etwas anders sind. Der Nordstil ist etwas härter und direkter, während der der Südstil verspielter und schneller ist. In Wirklichkeit gibt es sowohl im Norden wie im Süden sehr viele unterschiedliche Familien und Tempelstile die sich auch durch gegenseitigen Austausch beeinflussen. Das Shaolin Kung Fu ist eine der ursprünglichsten und einflussreichsten Kampfkünste, die man lernen kann. Sie hat fast alle modernen Kampfkünste beeinflusst, zum Beispiel Karate und Zen in Japan sind zum Teil aus den Übertragungslinien der Shaolin entstanden.

 

Bei uns in der Schule unterrichten wir im traditionellen Training vor allem Nord Shaolin Kung Fu, wie es auch heute in den Klöstern gelehrt wird, modernes Wushu und Sanda. Wir übertragen aber auch Formen aus dem Süd Shaolin.

Im Shaolin gibt es das sogenannte „WU DE“ die Kampfkunsttugenden die man im täglichen Leben so wie im Training gleichermaßen anwendet.

WU De kann je nach Kloster und Tradition variieren, umfasst aber im Wesentlichen neben den fünf buddhistischen Basisprinzipien noch folgende fünf Punkte:

 

Respekt (Zung Jing): Respekt heißt primär den anderen wertzuschätzen für das, was er ist. Sein eigenes Ego zu bezähmen und in einen aufrechten, interessanten und ehrlichen Austausch mit anderen Wesen zu kommen, ist respektvoll. Respekt sollte von allen zu jedem fließen. Respekt vor dem Lehrer aber auch vor den Schülern, vor anderen Schulen und allen Wesen. Jeder ist sein eigener Stern und jedes Wesen hat seine Freiheit und Bestimmung. Diese sollte man nicht beeinträchtigen. Aus Respekt wächst Freundschaft.

 

Demut(Qian Xu): Demut ist ein wichtiger Punkt in der Kampfkunst. Man bekommt viel Kraft und damit auch Verantwortung. Wenn man sich nicht in Demut übt, kommt Hochmut und lässt den Strom des Lernens versiegen. Demut heißt, dass man den Strom des Lernens und der guten Absicht nie abreißen lässt. Der Pfad des Lernens endet nie. Wenn man in der Haltung von Dankbarkeit und Offenheit durchs Leben geht, kann man von jedem etwas lernen. Demut heißt nicht unreflektiert nachzuahmen, sondern aktiv bemüht sein und seinen Lehrern die entsprechende Dankbarkeit und Achtung zukommen zu lassen.

 

 

Vertrauen (Xing Yong): Vertrauen ist die Grundlage eines guten Charakters. Vertrauen heißt in sich selbst zu ruhen. Diese Qualität sagt viel aus. Ist man bereit zu vertrauen, hat man wohl gewählt und ein stabiles Fundament seiner Wahrhaftigkeit errichtet. Wenn man jemandem vertrauen kann, kann man auch sich selbst vertrauen. Auf diesem Vertrauen wächst Disziplin und aus der Disziplin das Können. Vertrauen auf sich heißt in jeder Lage seines Lebens zu lernen und sicher zu sein, das man die eigenen Fähigkeiten und Weisheit erweitert. Vertrauen auf den Lehrer als Stütze und Partner im Training ist eine wichtige Grundlage bei der Kampfkunst.


 

 

 

Ehre (Rong Yu):

Ehre und Demut gehören zusammen. Die Ehre bezieht sich auf zwei Aspekte. Zuerst ehrt man die Vorgänger, die alten Meister der Kunst. Ohne all die Mönche und Meister aus allen Zeiten des Kung Fu gäbe es diese Kampfkunst und ihre vielen gesundheitlichen spirituellen und kämpferischen Aspekte gar nicht. Es ist für uns eine Ehre eine kleine Welle in diesem großen Strom der Kampfkunst zu sein. Der zweite Aspekt betrifft aber auch die Ehre die wir uns selbst zukommen lassen. Wir haben den edlen Weg der Kampfkunst als Aspekt unseres Lebens angenommen und auf das kann man stolz sein. Das ist kein überheblicher Stolz, sondern das stille und freudige Gewahrsein der inneren Kraft und ihre positiven Auswirkungen auf unser Leben im Allgemeinen. Aus diesem Stolz erwächst die Ehre, wenn man sich mit dieser Kraft dem Wohle anderer Wesen widmet.

 

Tugend (dao de):

Im Chinesischen gibt es Tugenden: Gleichmut, Vorsicht, Mut und Gerechtigkeit. Sie sind sowohl im Kampf als auch im Leben gute Begleiter.

Gleichmut heißt sich nicht durch Emotionen vom Weg abbringen zu lassen. Mal geht es gut, mal hat man es schwer, mal gewinnt man, mal verliert man. Das Training und die Weisheit, die daraus erwächst, ist die Essenz die sich nur durch Gleichmut verwirklichen lässt.

Vorsicht heißt auf sich zu achten, seine Kraft und Geschicklichkeit aber auch seinen Gegner und das Feld des Kampfes richtig einzuschätzen, um dann angemessen agieren zu können. Das gilt für alle Arenen des Lebens.

Mut heißt weiterzugehen, auch wenn es schwierig ist. Das Leben ist eine Herausforderung, die gemeistert werden will. Ohne Mut bleibt man Sklave der Gewohnheit. Mut ist die Qualität, die uns in neue Herausforderungen bringt und uns die Kraft gibt sie zu bestehen. Mut ist nicht Leichtsinn.

Gerechtigkeit heißt in allen Handlungen das größere Ganze zu sehen. Man sollte in allen Situationen das Beste für alle Beteiligten fördern. Unser Leben ist manchmal auch konfliktbehaftet, in diesen Fällen heißt Gerechtigkeit sich für seinen Standpunkt, den man aus dem Herzen heraus für richtig hält, einzusetzen ohne grausam und rachsüchtig zu sein.  Im Kampf heißt das sich fair und sportlich seinen Gegnern gegenüber zu verhalten.

 

SANDA - SELF DEFENSE - SHAOLIN KUNG FU - TAI CHI - QI GONG - YOGA - MEDITATION

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